Kalender

Hosting Futures - Kulturinstitutionen gestalten Zukunft

29. September 2026, MuseumsQuartier Wien, Libelle

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des MuseumsQuartier Wien beleuchtet das eintägige, international besetzte Symposium Hosting Futures, welche Rolle Kulturinstitutionen für die Zukunft und die aktive Mitgestaltung gesellschaftlicher Teilhabe spielen. Im Fokus stehen Fragen nach Verantwortung, Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit und neuen Formen des Austauschs in Zeiten gesellschaftlicher Transformation.

 

Eine Veranstaltung des MuseumsQuartier Wien in Zusammenarbeit mit AzW – Architekturzentrum Wien, Kunsthalle Wien, mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Tanzquartier Wien und ZOOM Kindermuseum. In Kooperation mit ICOM Österreich.

 

PROGRAMM 

Di. 29.09.2026, 13:00 – 19:00 Uhr

 

 

13:00–13:30        Begrüßung
 

13:30–14:30         Panel 1 und Q & A
Kulturinstitutionen als Orte der partizipativen Demokratie 
Panel hosted by MuseumsQuartier Wien

Kulturinstitutionen stehen heute mehr denn je vor der Herausforderung, nicht nur zu bewahren und zu vermitteln, sondern sich auch als aktive gesellschaftliche Akteurinnen zu positionieren. Während Museen ihre Rolle als Orte des kulturellen Austauschs, der Bildung und der Reflexion forcieren, sind sie zunehmend von staatlichen Eingriffen betroffen, sei es durch den Versuch politischer Einflussnahme auf Inhalte, die Umgestaltung von Leitungsstrukturen oder Budgetkürzungen. Welche Verantwortung und Vorbildfunktion haben Kulturareale in zunehmend repressiven, polarisierten Zeiten als „Dritte Orte“ für die zivilgesellschaftliche Teilhabe? Wie bleiben wir Orte, an denen Demokratie gelebt und immer wieder aufs Neue verhandelt wird? Vor dem Hintergrund der Klimakrise und zunehmender Polarisierung der Gesellschaft wird der Beitrag und die Rolle von Kulturinstitutionen für eine nachhaltige gesellschaftliche Transformation umso wichtiger.

 

Stefan Charles, Kulturdezernent, Stadt Köln
Kathrin Dellantonio, Geschäftsführerin, Museumsquartier Bern
Nikolaus Hirsch, Artistic Director, KANAL Architecture Brussels
Bettina Leidl, Direktorin, MuseumsQuartier Wien

Moderation: Doris Rothauer, Kulturmanagerin und Autorin 
 

 

14:30–15:30         Panel 2 und Q & A
Ein Raum für fast alle
Panel hosted by mumok

Versammlungen, Partizipation, Spiel, Fürsorge, Gastfreundschaft, Verlernen, Komitees, kollektives Experimentieren: Wie werden Kunstinstitutionen zu Orten öffentlicher Auseinandersetzung und Beteiligung? Ausgehend von zwanzig Jahren Projektarbeit in den Bereichen Kuratieren und Institutionsentwicklung sowie seiner Tätigkeit als Curator-at-large und Leiter des Bereichs „Commoning“ am Kanal-Centre Pompidou (Brüssel) reflektiert Grégory Castéra über aktuelle kuratorische und institutionelle Bestrebungen, den Begriff von Bildung und Engagement zu erweitern und neu zu definieren, wer als Publikum gilt und auf welche Weise. Dem Gespräch mit Fatima Hellberg, Generaldirektorin des mumok, folgt ein Q & A.

Grégory Castéra, Curator-at-large and Head of Commoning, KANAL Centre Pompidou Brussels
Fatima Hellberg, Generaldirektorin, mumok museum moderner kunst stiftung ludwig wien

 

15:30–16:00        Pause

 

16:00–17:00        Panel 3 und Q & A 
Spaces of Care
Museumspraxis zwischen Wellbeing und gesellschaftlicher Verantwortung
Panel hosted by Architekturzentrum Wien und ZOOM

Museen werden von Besucher*innen nicht mehr ausschließlich als Orte von Präsentation, Bewahrung und Vermittlung, wahrgenommen, sondern auch als Räume für soziales und individuelles Wohlbefinden. Für zukünftige Konzepte geht es daher um Fragen, wie Museen aktiv zu psychischer Gesundheit, gesellschaftlicher Resilienz und nachhaltiger Zukunftsgestaltung beitragen können und wie Dialog gefördert und Gemeinschaft gestiftet werden kann. Insbesondere soll der Blick auf Kinder und Jugendliche gerichtet werden, für die Museen als transformative Orte wirken, die durch partizipative Formate, inklusive Vermittlungsarbeit und besucherzentrierte Gestaltung emotionale Zugänglichkeit schaffen.  Als aktive Mitgestalter*innen erfahren sie Selbstwirksamkeit und soziale Zugehörigkeit. Eine Expert*innenrunde aus Wissenschaft, Medizingeschichte und Kinder- und Jugendpsychiatrie diskutiert aktuelle Forschungsergebnisse und visionäre Konzepte für Museen der Zukunft im Sinne einer nachhaltigen, publikumsnahe Museumsarbeit, in der Wellbeing und Resilienz integrale Bestandteile der institutionellen Praxis sind.

 

Angelika Fitz, Direktorin, Architekturzentrum Wien
Paulus Hochgatterer, ehem. Leiter Kinder- und Jugendpsychatrie Universitätsklinikum Tulln
Rebekka Rinner, Kuratorin Hygiene Museum Dresden

Moderation:
Lene Benz, Kuratorin Public Program, Architekturzentrum Wien
Andrea Zsutty, Direktorin, ZOOM Kindermuseum

 

17:00–17:15         Pause

 

17:15–18:15         Panel 4 und Q & A

Terms of Engagement: Live programming and new forms of institutional encounter
Panel hosted by Tanzquartier Wien und der Kunsthalle Wien

Partizipation ist zu einem zentralen Wert in zeitgenössischen Kultureinrichtungen geworden. Mit Live-Programming, Performance, Diskurs und partizipativen Formaten versuchen Museen und Kulturbetriebe zunehmend, Räume der Einbindung, der Begegnung und des kollektiven Erlebens zu schaffen. Aber welchen Strukturen folgen Partizipation und Einbindung eigentlich? Welche Vorstellungen bezüglich Körpern, Verhalten, Aufmerksamkeit, Zugänglichkeit und Geselligkeit sind in institutionellen Formaten eingeschrieben? 
Bei dem Gespräch kommen Kurator*innen zusammen, die an der Schnittstelle von Ausstellungsgestaltung und partizipativen Live-Formaten arbeiten. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Institutionen die Erfahrung ihrer Besucher*innen bewusst oder unbewusst gestalten und was Museen und Kulturbetriebe voneinander lernen können, um in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Fragmentierung und Prekarität bewusstere, pluralistische und verkörperte Formen der Publikumseinbindung zu entwickeln.

Andrea Lissoni, Künstlerische Leitung, Haus der Kunst München
Nora-Swantje Almes, Kuratorin Live-Programm und Vermittlung, Gropius Bau Berlin und Kuratorin des Österreichischen Pavillons Biennale d’Arte Venezia 2026
Elvira Dyangani Ose Künstlerische Leitung, Zeitz MOCAA (Museum of Contemporary Art Africa) Cape Town

Moderation: Isabel Lewis, Ko-Direktorin, Tanzquartier Wien

 

Abschluss-Bemerkung und Ausklang

 

 

Anmeldung:
Buchen Sie hier ihr kostenfreies Ticket.

https://tickets.mqw.at/webshop/webticket/shop?event=1864

 

Sprache: Deutsch und Englisch